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Intermediäre und Mediennutzung

Dr. Anja Zimmer und Dr. Kristian Kunow

Jeden Tag drohen wir von Informationen überflutet zu werden. Wir leben in einer Gesellschaft, in der die Menge vorhandener Informationen exponentiell wächst. Das Internet ist der Dreh- und Angelpunkt dieser Entwicklung. Ohne die Aggregation, Selektion und Bereitstellung von Informationen durch Dienste wie Google Search, Facebook, Twitter oder YouTube dürften wir alle schlicht überfordert sein. Sie sind zu zentralen Faktoren einer informierten digitalen Öffentlichkeit und des gesellschaftlichen Diskurses geworden.

Als intermediäre Dienste kommt ihnen hierbei eine andere Rolle zu, als sie die Anbieter von Informationen, insbesondere die Anbieter journalistisch- redaktioneller Medienangebote inne hatten und nach wie vor innehaben. Als Intermediäre produzieren sie keine Informationen oder Nachrichten, sie kommentieren nicht und ordnen auch nicht ein. In der digitalen Medienwelt vermitteln sie jedoch zunehmend zwischen denen, die dies leisten auf der einen Seite – Fernseh- und Radioveranstalter, den Verlagen oder auch Einzelpersonen – und den Rezipienten bzw. Nutzern der Informationsangebote auf der anderen Seite. Als Mittler schlüpfen sie damit in die Rolle eines Gatekeepers. Die zumeist in Algorithmen kodifizierten Kriterien der Aggregation, Selektion und Bereitstellung der Informationen entscheiden nicht unwesentlich darüber, welches Informationsangebot wie viele und welche Nutzer erreicht bzw. wie viele und welche Nutzer ein Angebot wahrnehmen.

Im Artikel von Anja Zimmer und Kristian Kunow im Vielfaltsbericht 2019 der Medienanstalten werden aktuelle Daten zur Nutzung von Intermediären sowie zur Wahrnehmung von politicher Werbung vorgestellt.

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