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Meetup zur digitalen Medienvielfalt


Am 30. Mai 2018 hat das Media Policy Lab seine „10 Thesen für digitale Medienvielfalt“ im Rahmen eines Meetups bei ALEX Berlin vorgestellt. Mit diesem neuen Veranstaltungsformat verfolgt das Lab das Ziel, insbesondere Bürgerinnen und Bürger aus der Zivilgesellschaft anzusprechen, die sich mit netzpolitischen Themen befassen.

2017 wurde die Idee zu den 10 Thesen im Zuge eines Workshops mit renommierten internationalen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern entwickelt. Die Formulierung der 10 Thesen wurde seitdem kontinuierlich von der Wissenschaft begleitet.

Im Mittelpunkt der 10 Thesen steht die Frage, wie Medienvielfalt in unserer heutigen digitalen Welt geschützt werden kann. Die Thesen sollen den Dialog mit Wissenschaft, Politik, Wirtschaft, Presse, Zivilgesellschaft und Regulierern anstoßen. Ziel ist, im gemeinsamen Austausch nach Möglichkeiten zu suchen, wie Vielfaltssicherung in der digitalen Gesellschaft gewährleistet werden kann.

Dr. Anja Zimmer (mabb), Karoline Meta Beisel (Süddeutsche Zeitung) und Dr. Theresa Züger (mabb) diskutieren die 10 Thesen

Dr. Anja Zimmer, Direktorin der Medienanstalt Berlin-Brandenburg (mabb), hat die 10 Thesen zunächst präsentiert. In einer anschließenden Diskussion hat Dr. Anja Zimmer zusammen mit Karoline Meta Beisel (Süddeutsche Zeitung) und Dr. Theresa Züger (Leiterin des Media Policy Labs) einzelne Inhalte der 10 Thesen aufgegriffen und vertieft. Karoline Meta Beisel hat in diesem Zusammenhang eine interessante Beobachtung eingebracht: Während des US-Präsidentschaftswahlkampfs 2017 habe sie auf verschiedenen Nachrichtenseiten US-amerikanischer Medien die Erfahrung gemacht, dass in unmittelbarer Nähe des jeweiligen Hauptartikels zum Wahlkampf häufig weitere Nachrichten angezeigt wurden, die das Thema aus einem anderen Blickwinkel beleuchteten. Auf diese Weise könne, so Beisel, die von Filterblasen und Echokammern ausgehende Gefahr auf unsere Meinungsbildung eingedämmt werden. Karoline Meta Beisel betonte außerdem, dass sie sich mehr Nachrichtenaufbereitung dieser Art wünschen würde. Sie sei der Meinung, dass dies eine Möglichkeit ist, um Medien- und Meinungsvielfalt sicherzustellen. Anknüpfend an die Diskussion entwickelte sich eine angeregte Debatte mit den Gästen aus der Zivilgesellschaft und Vertretern der Presse.

Die „10 Thesen für digitale Medienvielfalt“ können Sie hier auf Deutsch sowie auf Englisch nachlesen.

Video-Statements der Diskussionsteilnehmerinnen zu den 10 Thesen:

 

 

Erschienen am: 06.06.2018

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