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Stimmen zum Lab

Während des Workshops im Mai 2017, auf dem die Idee für unser Media Policy Lab reifte, interviewten wir unsere teilnehmenden Experten über die Intention und Schwerpunkthemen des Labs:

Prof. Dr. Natali Helberger arbeitet als Professorin für Informationsrecht an der Universität Amsterdam und ist bekannt für ihre Kenntnisse zu europäischem Recht sowie für ihre empirischen Studien zu Diversität und Medienpluralismus. Sie sieht die Notwendigkeit des Labs vor allem in der Zusammenführung von Regulierern und Experten, in der Umsetzung von konkreten Aktionen sowie in der Vermittlung von wissenschaftlichen Erkenntnissen, um die Gesellschaft über Gefahren und Chancen der digitalen Medienvielfalt zu informieren:

 

Prof. Dr. Frank Pasquale ist Jurist und Professor an der University of Maryland in den USA sowie Autor des Buches The Black Box Society: The Secret Algorithms that Control Money and Information. Die Entwicklung eines umfassenden Verständnisses über Informationsintermediäre, das Ergreifen von konkreten Maßnahmen zur Gewährleistung öffentlicher Transparenz sowie die Wissensweitergabe an politische Entscheidungsträger als Grundlage für regulatorische Maßnahmen bilden in seinen Augen die Kernaufgaben des Media Policy Labs:

 

Dr. Julia Powles ist Wissenschaftlerin an der Universität Cambridge und journalistisch beim Guardian tätig, beispielsweise beschäftigt sie sich mit dem Einsatz von Algorithmen von Google DeepMind im Gesundheitswesen. Medienvielfalt im digitalen Zeitalter neu zu definieren und von Intermediären mehr Zugang zu Forschungsdaten zu erhalten sieht sie gegenwärtig als wichtigste Aufgaben des Media Policy Labs an:

 

Prof. Dr. Wolfgang Schulz ist Direktor des Hans-Bredow-Instituts für Medienforschung sowie des Alexander von Humboldt Instituts für Internet und Gesellschaft und arbeitet als Professor für Medienrecht an der Universität Hamburg. Aus seiner Sicht bietet das Media Policy Lab eine großartige Möglichkeit, Experten aus unterschiedlichen Fachrichtungen zu vernetzen und gemeinsam zu analysieren, wie Intermediäre funktionieren und welche Auswirkungen ihr Handeln auf die Gesellschaft hat:

 

Dr. Damian Tambini von der London School of Economics and Political Science ist renommierter Experte zur europäischen Medienpolitik. Zur Wahrung von Medienvielfalt hält er einen uneingeschränkten und umfassenden Informationszugang für jeden für essenziell. Im Interview spricht Tambini die von Intermediären ausgehende Kontrolle an, die sich negativ auf die Informations- und Meinungsvielfalt im Internet auswirken könnte:

 

Laut Dr. Ben Wagner, Assistenzprofessor an der Wirtschaftsuniversität Wien sowie Senior Researcher am Centre of Internet & Human Rights (CIHR), werden Intermediäre wie Facebook ohne regulatorische Einwirkung immer mächtiger. Welche Aufgaben sich dadurch für das Media Policy Lab ergeben, erzählt er im Kurzinterview:

 

Prof. Dr. Katharina Zweig gilt als eine der führenden Experten und Expertinnen zu Algorithmen und automatisierten Entscheidungssystemen. Darüber hinaus ist sie Mitgründerin der NGO AlgorithmWatch, die sich für eine größere Transparenz bei algorithmischen Entscheidungsprozessen einsetzt. Im Interview stellt sie heraus, dass die Digitalisierung das Informationssystem einer Demokratie nicht nur unterstützen, sondern auch beeinflussen kann:

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